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Einführung Langzeitdaten Vorteile Zusammenfassung
Wissenschaftsradar

Polymerinfiltriertes
Keramiknetzwerk (PICN)

Eine evidenzbasierte Übersicht zur Langzeitüberlebensrate (9 Jahre), Antagonistenfreundlichkeit und zur minimalinvasiven „One-Step-No-Prep“-Technik.

5 Schlüsselstudien entdecken

Die Materialrevolution

Materialien mit polymerinfiltriertem Keramiknetzwerk (PICN), wie VITA ENAMIC, bilden eine einzigartige Materialklasse, die ein dominantes Keramiknetzwerk (ca. 86 Gew.-%) mit einem verstärkenden Polymernetzwerk (ca. 14 Gew.-%) verbindet.

Lawson et al. (2016) bestätigen, dass diese einzigartige Mikrostruktur mechanische Eigenschaften ermöglicht, die sich sowohl von reinen Keramiken als auch von Kompositen unterscheiden. Der Elastizitätsmodul liegt dabei zwischen dem von Dentin und Zahnschmelz.

Einzigartige Eigenschaften

  • Duales Netzwerk: Das polymerinfiltrierte Keramiknetzwerk (PICN) stellt eine einzigartige Materialklasse dar.
  • Biomimetisch: Der Elastizitätsmodul (~30 GPa) liegt zwischen dem von Dentin und Zahnschmelz und damit deutlich unter dem steiferer Glaskeramiken.
  • Verschleißverhalten: Abrasiver Verschleiß ähnlich dem Zahnschmelz, im Gegensatz zum Ermüdungsverschleiß bei Kompositen (Lawson et al. 2016).

Hervorragende Langzeitergebnisse

Aktuelle Studien bestätigen PICN als hervorragende Wahl für langfristige Rehabilitationen, da das Material hohe Überlebensraten mit antagonistenfreundlichem Verhalten kombiniert.

Klinische Überlebensraten

Prospektive Langzeitstudien und Metaanalysen belegen die hohe Langlebigkeit von PICN, insbesondere bei endodontisch behandelten Zähnen (ETT) und bei Full-Mouth-Rehabilitationen.

PICN (9-Jahres-Überlebensrate)98.4%
Oudkerk et al. 2025
PICN (3-Jahres-Überlebensrate bei ETT)95.28%
Yuen et al. 2025
RNC (3-Jahres-Überlebensrate bei ETT)83.60%
Yuen et al. 2025
Antagonistenfreundlichkeit

Ludovichetti et al. (2018) zeigten in einer In-vitro-Verschleißstudie, dass PICN den Antagonisten deutlich weniger abradiert als die getestete Lithiumdisilikat- und Zirkondioxidkeramik. Als ein Grund wird die geringere Härte des Materials diskutiert.

Zirkondioxid
Lithiumdisilikat
PICN (VITA ENAMIC)
Zahnschmelz (Orientierung)
*Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung auf Basis von In-vitro-Daten (Ludovichetti et al. 2018). Die Balkenlängen sind keine Messwerte; der Balken für Zahnschmelz dient nur der Orientierung.

98,4 % Überlebensrate nach 9 Jahren

In einer prospektiven und retrospektiven Studie zu Full-Mouth-Rehabilitationen (580 Restaurationen) zeigte PICN eine bemerkenswerte Stabilität. Glanz und Farbe blieben über 9 Jahre stabil, Verfärbungen wurden nicht beobachtet.

Oudkerk et al. 2025

Niedrigere Misserfolgsrate bei ETT

Die Metaanalyse zeigt bei endodontisch behandelten Zähnen (ETT) eine signifikant niedrigere Misserfolgsrate für PICN (1,61 pro 100 Restaurationsjahre) im Vergleich zu Resin-Nanokeramik (RNC; 5,97).

Yuen et al. 2025

Antagonistenfreundlichkeit

In vitro verursachte PICN deutlich weniger Verschleiß am antagonistischen Zahnschmelz als die getestete Lithiumdisilikat (IPS e.max) - und Zirkondioxidkeramik – ein Vorteil für den Erhalt natürlicher Zahnsubstanz.

Ludovichetti et al. 2018

Evidenzbasierte Vorteile

Warum die aktuelle Studienlage PICN bei minimalinvasiven Versorgungen und Fällen mit starkem Verschleiß unterstützt.

Biomimetische Elastizität

Der Elastizitätsmodul (~30 GPa) liegt zwischen dem von Dentin und Zahnschmelz und damit deutlich unter dem steiferer Glaskeramiken.

Lawson et al. 2016

9-Jahres-Beständigkeit

Nachgewiesene Überlebensrate von 98,4 % über 9 Jahre bei Full-Mouth-Rehabilitationen, bei einer Gesamterfolgsrate von 79,7 %.

Oudkerk et al. 2025

Hohe Effizienz

Chairside-Verarbeitung ohne Brennprozess. Schleifzeit von 4 bis 5 Minuten pro Einheit.

Mainjot 2025
Antagonistenfreundlichkeit

Antagonistenfreundlichkeit

In vitro verursachte PICN im Vergleich zu Lithiumdisilikat und Zirkondioxid deutlich weniger Verschleiß am antagonistischen Zahnschmelz.

Ludovichetti et al. 2018

Kraftabsorption

Das Polymernetzwerk macht PICN weniger steif als Glaskeramiken. Okklusale Kräfte werden dadurch elastischer aufgenommen.

Lawson et al. 2016

Ästhetische Stabilität

Nach 9 Jahren klinischer Anwendung wurden weder ein signifikanter Glanzverlust noch Verfärbungen beobachtet.

Oudkerk et al. 2025

Minimalinvasivität

Ermöglicht aufgrund der einzigartigen Mikrostruktur „No-Prep“-Restaurationen mit Schichtstärken von 0,2 mm bis 0,6 mm.

Mainjot 2025

Klinisch belegt

„PICN zeigt eine überzeugende klinische Langzeitperformance: In einer 9-Jahres-Studie lag die Überlebensrate von VITA ENAMIC bei 98,4 %.¹ Laboruntersuchungen belegen eine geringe Abrasion am Antagonisten, und das dentinähnliche Elastizitätsmodul macht PICN zu einer sehr guten Wahl für minimalinvasive Restaurationen.“

¹ Oudkerk et al., Dental Materials 41 (2025) 414–424.

J Prosthet Dent 2025

Yuen et al.

Systematische Übersichtsarbeit, die bei endodontisch behandelten Zähnen eine höhere Überlebensrate von PICN gegenüber Harz-Nanokeramiken bestätigt.

Int J Esthet Dent 2025

Mainjot

Etablierte die „One-Step-No-Prep“-Technik und hob die Eignung von PICN für die nichtinvasive Behandlung starken Verschleißes hervor.

Dental Materials 2025

Oudkerk et al.

9-Jahres-Ergebnisse: Berichtete eine Überlebensrate von 98,4 % und eine hervorragende ästhetische Stabilität ohne Verfärbungen über nahezu ein Jahrzehnt.

J Prosthet Dent 2018

Ludovichetti et al.

Belegte, dass PICN deutlich antagonistenfreundlicher zum Zahnschmelz ist als Lithiumdisilikat oder Zirkondioxid.

Dental Materials 2016

Lawson et al.

Charakterisierte den einzigartigen Verschleißmechanismus (Abrasion gegenüber Ermüdung) und den biomimetischen Elastizitätsmodul von PICN.