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Welche Materialeigenschaften sind im Chairside-Workflow wirklich entscheidend?
Bei der Auswahl eines CAD/CAM-Materials steht häufig zuerst die Festigkeit im Mittelpunkt. Das ist verständlich, aber nicht ausreichend. Denn im...
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VITA Zahnfabrik : Aug 13, 2026, 10:09:15 AM
Für digitale CAD/CAM-Restaurationen steht heute eine große Auswahl an Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften zur Verfügung.
Braucht jede klinische Situation tatsächlich ein eigenes Material – oder lässt sich ein Großteil der täglichen Versorgungen mit wenigen bewährten Werkstoffen abdecken?
Die meisten CAD/CAM-Versorgungen folgen ähnlichen therapeutischen Zielen:
Zahnhartsubstanz möglichst erhalten
Funktion zuverlässig wiederherstellen
Ästhetik sicher umsetzen
Behandlung effizient gestalten
Ob Inlay, Onlay, Teilkrone oder Einzelkrone – viele dieser Versorgungen unterscheiden sich zwar in ihrer Ausgestaltung, stellen jedoch vergleichbare Anforderungen an Material und Workflow.
Eine größere Materialauswahl erweitert grundsätzlich die Behandlungsmöglichkeiten.
Gleichzeitig erhöht sie jedoch den Aufwand für:
Materialmanagement
Lagerhaltung
Schulung
Anwendungssicherheit
Prozessstandardisierung
Mit jedem zusätzlichen Material steigen die Anforderungen an das gesamte Team. Deshalb stellt sich für viele Praxen nicht nur die Frage, welche Materialien verfügbar sind, sondern auch, welche Materialien tatsächlich regelmäßig genutzt werden.
Mit zunehmender Erfahrung rückt häufig nicht die größtmögliche Materialvielfalt in den Fokus, sondern die Frage, welche Werkstoffe einen möglichst breiten Indikationsbereich zuverlässig abdecken.
Nicht für jede Situation ein eigenes Material.
Sondern für die häufigsten Anwendungen ein klar definiertes Materialkonzept.
Dieses Vorgehen kann helfen, Abläufe zu vereinfachen und den digitalen Workflow konsistenter zu gestalten.
Im Praxisalltag sind häufig nicht einzelne Kennwerte entscheidend, sondern die Frage, wie gut sich ein Material in wiederkehrende Behandlungsabläufe integrieren lässt.
Relevant können beispielsweise sein:
Eignung für häufige Indikationen
Unterstützung substanzschonender Konzepte
Einsatz bei begrenztem Platzangebot
planbare klinische Ergebnisse
Integration in bestehende Chairside-Workflows
Je mehr dieser Anforderungen erfüllt werden, desto größer ist das Potenzial, das Material langfristig in ein standardisiertes Behandlungskonzept einzubinden.
Die Frage ist heute häufig nicht mehr:
Welches Material besitzt die höchsten Kennwerte?
Sondern:
Welches Materialkonzept unterstützt die häufigsten klinischen Anforderungen möglichst effizient?
Genau deshalb gewinnt die strategische Betrachtung des Materialportfolios zunehmend an Bedeutung.
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